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Gedenken an historische Proteste in Leipzig

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Gedenken an historische Proteste in Leipzig

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Es war die größte Demonstration der DDR seit dem niedergeschlagenen Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Am 9. Oktober 1989 zogen 70.000 Menschen von der Nikolai-Kirche durch die Leipziger Innenstadt, um gegen das Regime zu protestieren.

An diesem Freitag erinnerten zahlreiche Menschen an das historische Datum, darunter auch der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher: “Ich wünsche mir heute, dass von dieser Stelle überall in der Welt gehört wird. Freiheit, keine Gewalt, das Volk soll entscheiden, das ist die Botschaft aus Leipzig”, sagt er. Die friedliche Demonstration trug maßgeblich zur Öffnung der DDR bei – obwohl zunächst das Schlimmste für diesen Abend befürchtet worden war. Gerhard Partei war einer der Demonstranten: “Die Angst war immer dabei, die Menschenansammlungen, aber man war sich einig, man wusste, was man tat, die Gefahr hat man weggedrückt. Es war ein komisches Gefühl, aber das ging, sie waren alle dafür, etwas zu tun, friedlich.” Am 9. Oktober vor 20 Jahren waren die Menschen mit Kerzen in den Händen über den Leipziger Ring gezogen. Den gleichen Weg legten sie gestern wieder zurück. Zahlreiche Lichtinstallationen erinnerten an das historische Datum.