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Obama: "Nobelpreis Ansporn zum Handeln"

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Obama: "Nobelpreis Ansporn zum Handeln"

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Er ist noch nicht einmal ein Jahr im Amt – und erhält bereits den Friedensnobelpreis: Die Erwartungen sind hoch an US-Präsident Barack Obama, und er will versuchen, sie zu erfüllen. Das kündigte er in einer Ansprache nach der wohl auch für ihn selbst überraschenden Entscheidung des Nobelpreis-Komitees an. Er werde diese Auszeichnung annehmen, so Obama, und zwar als Ansporn zum Handeln. Als Aufforderung an alle Nationen, sich den gemeinsamen Herausforderungen des 21.

Jahrhunderts zu stellen. Sie könnten nicht von einem einzigen Land oder politischem Führer bewältigt werden. Deshalb arbeite seine Administration daran, eine neue Ära einzuleiten, in der alle Nationen Verantwortung für die Welt übernähmen. Das Preisgeld, rund 1,4 Millionen Dollar, will Obama für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Während vornehmlich Republikaner die Vergabe des Friedensnobelpreises an Obama zumindest als “verfrüht” kritisieren, sehen seine Anhänger eher ein politisches Signal aus Oslo darin. Der Politikwissenschaftler Thomas Carothers meint, die Erwartungen in der Welt an Obama seien bereits enorm. Auf eine Art zeige der Preis einmal mehr, wie hoch sie seien. Er sei fast schon eine Anzahlung auf das, was die Welt sich von ihm erhoffe. Obama steht vor großen Herausforderungen. Eine der zentralen ist der Friedensprozess im Nahen Osten. Auch dort sind die Meinungen geteilt: Während die einen darauf hoffen, dass die neue Vermittlungsinitiative der USA Erfolg zeigt, halten andere sich zurück und wollen zunächst einmal Taten sehen.