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Geiselnahme in Pakistan

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Geiselnahme in Pakistan

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In der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurde in einer Trauerzeremonie der am Samstag getöteten Soldaten gedacht.

Die Militärangehörigen wurden während eines Schusswechsels mit Aufständischen getötet. Diese hatten am Samstag das streng bewachte Hauptquartier der pakistanischen Armee in der Garnisionsstadt Rawalpindi in ihre Gewalt gebracht und mindestens 42 Geiseln genommen. Bei der Befreiungsaktion starben ausserdem acht Rebellen. 39 Geiseln konnten in Sicherheit gebracht werden, drei weitere wurden getötet. Mittlerweile haben sich die radikal-islamistischen Taliban zu dem Angriff bekannt. Nach Militärangaben befand sich unter den Rebellen auch ein Selbstmordattentäter. In Pakisten hat die Zahl der Selbstmordanschläge zugenommen. In den letzten zwei Jahren wurden so mehr als 2200 Menschen getötet. Erst am Freitag waren bei einem Anschlag in Peshawar mehr als 50 Menschen getötet und 100 bei der Explosion einer Autobombe verletzt worden. Hintergrund der Aktion ist möglicherweise ein Vergeltungschlag. Im August hatten US-Raketen den Anführer der pakistanischen Taliban getötet.