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Kommunalwahlen von Bluttat überschattet

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Kommunalwahlen von Bluttat überschattet

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In Portugal haben Kommunalwahlen begonnen – nur zwei Wochen nach den Parlamentswahlen, bei denen die Sozialisten zwar als stärkste Partei bestätigt wurden, ihre absolute Mehrheit aber einbüßten.

Nach den letzten Umfragen zur Kommunalwahl dürfte der Sozialist Antonio Costa Bürgermeister der Hauptstadt Lissabon bleiben. Hauptgegner der Sozialisten sind in fast allen Kommunen die Kandidaten der Sozialdemokraten; das ist in Portugal eine rechts der Mitte stehende Partei. Sie regieren gegenwärtig die nördliche Metropole Porto, und auch daran dürfte sich nichts ändern: Bürgermeister Rui Rio ging als großer Favorit ins Rennen. Nach den Umfragen dürften sich die Machtverhältnisse nur in 20 bis 30 der mehr als 300 ändern. Überschattet wird die Abstimmung von einer Bluttat: In einem Wahllokal im Norden des Landes erschoss der sozialistische Kandidat den Ehemann der konservativen Kandidatin und flüchtete. Die Polizei nahm die Suche auf. Die genauen Umstände und Hintergründe waren zunächst unklar. Mit ersten Prognosen zum Wahlausgang ist nach der Schließung der Wahllokale um 20 Uhr zu rechnen. Erste amtliche Ergebnisse wurden für die Nacht zum Montag angekündigt.