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Wahlbetrug in Afghanistan eingeräumt

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Wahlbetrug in Afghanistan eingeräumt

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Mehr als sechs Wochen nach den Präsidentschaftswahlen in Afghanistan erhitzt sich die Diskussion um das Ausmass eines möglichen Wahlbetrugs. Jetzt räumte der UN-Sonderbotschafter in Afghanistan, Kai Eide, einen weit verbreiteten Betrug bei den Wahlen ein:

“Angeblich waren bei der Wahl 30 Prozent der Stimmen gefälscht. In diesem Stadium können wir aber noch gar nicht wissen, in welchem Ausmass gefälscht wurde. Ich weiss es nicht, niemand sonst kann es wissen. Ich kann nur sagen, dass der Wahlbetrug ein beträchtlich ist.” Gleichzeitig wies er Verdächtigungen zurück, die ihn selbst mit einer Manipluation der Wahlen in Verbindung gebracht hatten. Wegen der Untersuchung der Betrugsvorwürfe liegt in Afghanistan weiterhin kein amtliches Endergebnis der Wahlen vom 20. August vor.