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Anschlag auf Kaserne in Mailand

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Anschlag auf Kaserne in Mailand

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Vor einer Kaserne in Mailand ist ein Bombenanschlag verübt worden. Nach Polizeiangaben hatte ein 35-jähriger Mann aus Libyen gegen 7.30 Uhr versucht, in die Kaserne “Santa Barbara” einzudringen. Als Wachsoldaten ihn aufhielten, habe er einen in einem Aktenkoffer versteckten selbstgebauten Sprengsatz von etwa zwei Kilogramm gezündet. Nur die Hälfte explodierte. Der Nordafrikaner erlitt dabei schwere Verletzungen im Gesicht und an der Hand. Ein Soldat wurde leicht verletzt. Der Sachschaden ist gering.
 
Riccardo De Corato, stellvertretender Bürgermeister von Mailand: “Das ist eine ernste Angelegenheit, weil es das erste Mal in Italien passiert. Es ist ein sehr starkes Signal, weil es der erste Angriff auf italienische Streitkräfte ist. Mit Afghanistan hat die Kaserne nichts  zu tun.”
 
Die Kaserne im norditalienischen Mailand war schon im vergangenen Jahr Ziel eines islamistischen Anschlages gewesen, der aber im Vorfeld vereitelt wurde.
 
Im Dezember 2008 war es ebenfalls in Mailand zu einer Serie von Bombenanschlägen gekommen.
 
Zunächst schlossen die Ermittler jedoch eine Verbindung des Attentäters mit bereits bekannten islamistischen Terroristen aus. Der Libyer lebt seit Jahren legal in Mailand.
 
Am Hindukusch sind derzeit 2800 italienische Soldaten im Einsatz.