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Britische Regierung will Staatsbesitz verkaufen

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Britische Regierung will Staatsbesitz verkaufen

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Im Kampf gegen die ausufernde Verschuldung will die britische Regierung Staatsbesitz wie den Schienenstrang von London zum Ärmelkanaltunnel verkaufen. Auch für eine Buchmacher-Kette werden Käufer gesucht, und für eine Mautbrücke. Insgesamt soll Staatsbesitz im Wert von 16 Milliarden Euro auf den Markt kommen.

Zuvor hatte das Schatzamt eine Neuverschuldung von mehr 12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes angekündigt. Nun soll auch das darlehensbasierte System der Stipendien für Studenden in private Hände kommen. Der Plan der Regierung zur Verringerung des Defizits sei detailliert und weitreichend, sagte Premierminister Gordon Brown. Im Unterschied zu den anderen Parteien sei die Labour-geführte Regierung entschlossen, dafür zu sorgen, dass der Defizit-Abbau nicht zu einer Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen führen werde. Der Weg aus der Rezession sei erst zur Hälfte geschafft, sagte der Premierminister – und warnte vor einer Wahl der Konservativen im kommenden Jahr: Denn mit deren Kürzungsplänen drohe ein Jahrzehnt langsamen Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit.