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Clinton: Nordirland Modell für Versöhnung

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Clinton: Nordirland Modell für Versöhnung

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Friedensprozess in Nordirland gewürdigt und die von jahrzehntelangen Unruhen gezeichnete Provinz als “Modell für Versöhnung” gepriesen. Wichtiger Vermittler beim sogenannten Karfreitagsabkommen vor elf Jahren war der damalige US-Präsident, Hillarys Ehemann Bill Clinton.

Clinton sicherte der nordirischen Regierung die weitere Unterstützung der US-Regierung zu – erinnerte das Parlament aber auch an seine Hausaufgaben. Hillary Clinton: “Eines möchte ich klarstellen – wenn es um die wichtige Frage der Übertragung von administrativen Kompetenzen geht bei Polizei und Justiz, dann ist das Parlament hier mit einer Entscheidung dran. Ich hoffe sehr, dass Sie das vorgesehene Pensum erledigen können, um den Prozess abzuschliessen.” Eine Réihe von Polizei- und Justizbefugnissen sollen von der Regierung in London an die Regionalregierung in Belfast Übertragen werden. Die nordirische Regierung aus der katholischen Sinn-Fein-Partei und der einst verfeindeten protestantischen Unionistenpartei (DUP) hatte aber in den vergangenen Monaten keine gemeinsame Linie finden können. Während Clintons Besuch erklärte sich die radikale nordirische Splittergruppe INLA bereit, die Waffen abzugeben. Seit ihrer Gründung vor 34 Jahren wird die sozialistisch ausgerichtete Abspaltung der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) für zahlreiche Gewalttaten verantwortlich gemacht. 1982 wurden in der Grafschaft Derry bei einem ihrer Anschläge 17 Menschen getötet. Im Nordirlandkonflikt zwischen pro-britischen Protestanten und republikanischen Katholiken kamen seit den 60er Jahren mehr als 3500 Menschen ums Leben. So sollte eine Abspaltung Nordirlands von Großbritannien durchgesetzt werden.