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Homosexuelle fordern die Einhaltung von Obamas Wahlversprechen

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Homosexuelle fordern die Einhaltung von Obamas Wahlversprechen

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Unter dem Motto YES WE CAN haben Zehntausende in Washington für die Rechte von Homosexuellen demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich 150 000 Menschen an dem Marsch zwischen dem Kapitol und dem Weißen Haus. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Wähler von Präsident Barack Obama.

Eine Frau erklärte: “Ich bin hier, um Präsident Obama Mut zu machen, dass er seine Wahlversprechen für gleiche Rechte für alle Familien einlöst.” Und ein älterer Demonstrant fügte hinzu: “Wir sind hier, um Druck auszuüben – nicht nur auf den Präisenten, sondern auf den Kongress und auch die Gerichte, damit wir gleiche Rechte für uns erreichen.” Viele verlangten auch, dass sich Homosexuelle in der US-Armee endlich outen dürfen. Präsident Obama hatte sein Versprechen zwar am Wochenende wiederholt, aber keinen konkreten Zeitpunkt für ein neues Gesetz genannt. Daher macht sich Enttäuschung breit. Ein Mann mit einer Baseballkappe mit ARMY-Aufdruck meinte: “Ich bin entmutigt, aber ich behalte die Hoffnung. Die aktuelle Regelung “Nichts fragen – nichts sagen” sollte gekippt werden, und er sollte die Entlassungen von Armeeangehörigen, die homosexuell sind, stoppen. Er kann das tun, aber er tut es nicht.” Anfang der 90er Jahre hatte Bill Clinton die sogenannte Duldungsregel eingeführt, die Homosexuelle in der Armee akzeptiert – solange sie sich nicht outen und nicht darüber sprechen. Seitdem wurden mehr als 12 000 Soldaten wegen Homosexualität aus der Armee entlassen.