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Spanische Regierung verliert an Rückhalt

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Spanische Regierung verliert an Rückhalt

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Der spanische Ministerpräsident Jose Rodriguez Zapatero wird offenbar immer unbeliebter.

Während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Madrid buhte die Menge den Regierungschef aus und forderte unter Pfiffen seinen Rücktritt. Trotz schlechter Umfragewerte für seine Partei reagierte Zapatero gelassen. Der Unmut der Menge gegen ihn werde langsam zu einer lieben Tradition. Ein Teil der spanischen Bevölkerung macht Zapateros Regierung für die Rezession und steigende Arbeitslosenzahlen verantwortlich. Die Demonstranten forderten außerdem den Abzug spanischer Truppen aus Afghanistan. Dort war vor wenigen Tagen ein spanischer Soldat durch eine Miene getötet worden. Zapateros Verteidigungsministerin hingegen rechtfertigt den Einsatz: “Afghanistan hat in den letzten Jahren einen falschen Weg eingeschlagen – das müssen wir ändern. Die neue amerikanische Regierung wird Spanien und seine Verbündeten bei diesem Vorhaben unterstützen.” Die von König Juan Carlos abgenommene Parade fand diesmal zu Ehren des Militärs selbst statt. Die Streitkräfte hatten vor 20 Jahren zum ersten Mal eine Friedensmission übernommen. Traditionell erinnert der spanische Nationalfeiertag am 12. Oktober an die Entdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus.