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Nach Spesenskandal

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Nach dem Spesenskandal im britischen Parlament hat Premierminister Gordon Brown angekündigt, zu viel erhaltene Gelder zurückzahlen zu wollen. Laut einem Bericht des unabhängigen Spesenprüfers Thomas Legg hat der Regierungschef umgerechnet 13.000 Euro zu viel erstattet bekommen.

Neben Brown erhielten etwa 500 Abgeordnete einen Brief mit einer Rückforderung. Torie-Chef David Cameron: “Die betroffenen Abgeordneten sollten nun diese Briefe beantworten und sich den Fragen der Finanzbehörden stellen. Natürlich sind dann auch mögliche Nachzahlungen zu leisten.” Obwohl sich Politiker aller Parteien auf Kosten der Steuerzahler bereichert hatten, büßten vor allem die regierende Labour-Partei und Premierminister Gordon Brown Ansehen und Sympathien in der Wählergunst ein. Die zurückgetretene Innenministerin Jacqui Smith hatte beispielsweise umgerechnet rund 100000 Euro Spesen reklamiert: “Ich akzeptiere das Ergebnis der untersuchungskommission und möchte mich für meinen Anteil an der Sache entschuldigen” Das Spesengebaren britischer Politiker hatte das Parlament Mitte des Jahres in seine tiefste Krise seit Generationen gestürzt.