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Tauwetter zwischen Russland und den USA


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Tauwetter zwischen Russland und den USA

“Wir wollen unsere Beziehungen neu starten.” Mit diesen Worten und der gemeinsam Druck auf den roten Knopf symbolisierte die neue Aera zwischen den beiden Supermächten. Amerikas Aussenminiserin Hillary Clinton und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrov, die gut miteinander klarkommen, wollen angesichts der grossen internationalen Probleme enger zusammenarbeiten, die Missstimmungen der Bush-Aera vergessen machen.

Die Regierung von Barack Obama arbeitet hart daran. So hat der amerikanische Präsident die Pläne eines Raketenabwehrschildes in Osteuropa fallen lassen. Das umstrittene Projekt der Bushadministration sollte in Polen und Tschechien aufgebaut werden. Ein Affront gegenüber Russland. Nun erwartet Obama allerdings, dass die Russen gemeinsam mit den Amerikanern daran arbeiten Lösungen zu finden, um die Probleme mit dem Atomprogramm des Iran zu beseitigen. Hillary Clinton sagte dazu: “Wir spechen mit einer Stimme. Unsere Botschaft an den Iran ist klar. Die internationale Gemeinschaft wird nicht ewig darauf warten, bis der Iran seinen internationalen Verpflichtungen nachkommt.” Das Misstrauen gegen Teheran ist gewachsen, seitdem Satellitenphotos im September bewiesen, dass der Iran eine geheime zweite Anlage zur Urananreichung betreibt. Vor diesem Hintergrund hat Russlands Präsident Dimitri Medwedew im Weltsicherheitsrat klare Worte gefunden. Die Russen drohten erstmals im Atomstreit mit dem Iran, der Teheraner Regierung mit Sanktionen. Russland stand bisher an der Seite des Iran. Russland und die Vereinigten Staaten arbeiten daran, ihre Nuklearwaffenarsenale abzubauen. Das gemeinsame Abrüstungsprogramm START 1 làuft am 5. Dezember aus. Beide Supermächte sind daran interessiert ein neueres und besseres Abrüstungsprogramm zu etablieren. Russland will zudem den Verkauf von Raketen mit Atomsprengköpfen, Atom-U-Booten und Bombern begrenzen.

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