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Vorwurf von Wahlfälschung

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Vorwurf von Wahlfälschung

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Die Regierungspartei Geeintes Russland hat die von Fälschungsvorwürfen überschatteten russischen Kommunalwahlen nach offiziellen Angaben deutlich gewonnen.

Im Zentrum von Moskau kam es zu Protesten gegen das Ergebnis, zahlreiche Menschen wurden festgenommen. Bei der Demonstration wurden aus Protest gegen vermutete Wahlfälschung auch Stimmzettel verbrannt. Die Opposition kritisiert: “Eine Wahl, die auf diese Art und Weise organisiert wird, kann man nicht mehr wirklich als fair bezeichnen. Wir haben in Russland jetzt einen bald ein Stadium erreicht, in dem faire Wahlen überhaupt nicht mehr möglich sind.” Auch die künftig nicht mehr vertretene liberale Jabloko-Partei warf dem seit 17 Jahren regierenden Bürgermeister Juri Luschkow “eine für die neuere Geschichte Russlands beispiellose Wahlfälschung” vor. Außer der kremltreuen Putin-Partei, der Zweidrittel der Stimmen zugesprochen wurden, schafften nur noch die Kommunisten den Einzug in die Stadtduma. Das teilte die Wahlleitung in Moskau mit. Die Wahlbeteiligung in Moskau lag bei 32 Prozent.