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Grossbritannien schickt mehr Soldaten nach Afghanistan

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Grossbritannien schickt mehr Soldaten nach Afghanistan

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Die britische Öffentlichkeit wird immer kriegsmüder - Premierminister Gordon Brown will trotzdem das britische Kontingent in Afghanistan aufstocken.

- Die Zahl der Soldaten solle um 500 Mann erhöht werden, kündigte Brown im Parlament in London an – aus Sicherheitsgründen.

Die NATO und auch das britische Militär hatten Verstärkung angefordert.

Brown: “Die Kombination aus Mannschaftsstärke und Ausstattung, die ich heute hier vorstelle, folgt dem militärischen Rat unserer Stabschefs und der Verantwortlichen an Ort und Stelle. Ziele sind die Umsetzung unserer Strategie und ein geringeres Risiko für unsere Streitkräfte. Auf dieser Grundlage habe ich prinizipiell zugestimmt, dass die britische Truppenstärke auf 9500 angehoben wird.”

Gut ein Drittel der Briten spricht sich in Umfragen für ein Ende des Einsatzes aus.

Jonathan Reiss, einer der Kriegsgegner:“Der Kommandant der US-Truppen sagt, er braucht 40.000 Mann zusätzlich. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierungen in den Niederlanden und Kanada Zeitpläne für den Rückzug ausarbeiten. Also das ist wirklich ein Feigenblatt. Das soll den Amerikanern den Eindruck vermitteln, dass wir sie unterstützen. Militärisch ergibt das keinen Unterschied.’‘
 
Der Oberbefehlshaber des NATO-geführten ISAF-Einsatzes, US-General Stanley McChrystal, hatte unlängst eine Aufstockung der derzeit gut 60.000 Mann starken Truppe um mindestens 40.000 Soldaten verlangt.
 
Deutschland stellt mit rund 4.000 Mann das drittstärkste Kontingent innerhalb der ISAF.