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Kroatien und Island gemeinsam in die EU?

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Kroatien und Island gemeinsam in die EU?

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Die Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der Europäischen Union könnten im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

Dies besagt der Fortschrittsbericht der Europäischen Union mit Blick auf den Balkanstaat, der zudem von der Kandidatur Islands profitieren könnte. Slowenien blockiert Kroatiens EU-Beitritt wegen eines Grenzstreites in der Bucht von Piran nicht mehr, Brüssel fordert von Zagreb allerdings noch Reformen. EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn äußerte dennoch am Mittwoch, Kroatien und Island könnten möglicherweise gemeinsam beitreten. Der Fortschrittsbericht empfiehlt außerdem die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien – dem im Weg stehen könnte jedoch der andauernde Streit um den Namen des Landes zwischen der Regierung in Skopje und Griechenland. Kroatien, Mazedonien und die Türkei haben den Status eines Kandidaten auf EU-Mitgliedschaft. Montenegro und Albanien haben diesen bislang lediglich beantragt – Bosnien-Herzegowina, Serbien und eventuell auch Kosovo gelten als potentielle Beitrittskandidaten. Die Mehrheit der EU-Länder will jedoch die Erweiterung nach dem Beitritt Kroatiens und Islands vorübergehend stoppen, um die dann 29 Staaten der Union an die neuen Verhältnisse, die der Vertrag von Lissabon schaffen würde – sollte dieser angenommen werden.