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Italien dementiert "Schutzgeldzahlungen"

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Italien dementiert "Schutzgeldzahlungen"

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Italien hat einen Bericht der Londoner TIMES über “Schutzgeldzahlungen” an die Taliban in scharfer Form zurückgewiesen. Die TIMES hattein ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, dass der italienische Geheimdienst Taliban-Kommandeure und örtliche Warlords dafür bezahlt habe, dass sie die italienischen Truppen nicht angriffen.

Der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa bezeichnete den Bericht als “Müll”. “Dass wir die Taliban bezahlt habe, um nicht angegriffen zu werden beleidigt unsere Gefallenen und Verletzten. Weder das Verteidigungsministerium noch irgendein anderes Staatsorgan hat sich jemals so verhalten, wie von der TIMES beschrieben”, erklärte La Russa. Nach Angaben der TIMES sind die Verbündeten über die Schutzgeldzahlungen nicht informiert worden. Dadurch seien französische Truppen unnötig gefährdet worden. “Wir waren über alle Handlungen der italienischen Truppen in der Region informiert”, erklärte der Sprecher des französischen Generalstabs Konteradmiral Christophe Prazuck und fügte an, Schutzgeldzahlungen seien “keine französische Praxis”. Bei einem Angriff auf einen französischen Konvoi in der Region Sarobi waren zehn Soldaten getötet und 21 weitere verletzt worden. Die französische Streife war nur leicht bewaffnet und musste von US-Truppen unter Einsatz von Luftunterstützung gerettet werden. Die Region hatte unter italienischem Kommando gestanden und bei der Übergabe an die Franzosen als befriedet gegolten.