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Zahlreiche Tote bei Anschlägen in Pakistan

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Zahlreiche Tote bei Anschlägen in Pakistan

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Bei Überfällen mutmaßlich radikalislamischer Extremisten vor allem auf Einrichtungen der Sicherheitskräfte sind in Pakistan rund 40 Menschen getötet worden.

Im Nordwesten des Landes starb in Peschawar in einem Wohnviertel ein Kind durch eine Bombe neun Menschen wurden verletzt. In der Stadt Kohat griff ein Selbstmordattentäter eine Polizeistation an – bis zu elf Tote. In Lahore, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Punjab, lieferten sich schwer bewaffnete Extremisten an drei Polizei-Einrichtungen Feuergefechte mit Ordnungskrätten. Bilanz: 28 Opfer, unter ihnen mehrere Polizisten. In den vergangenen zwei Wochen starben bei Anschlägen islamistischer Extremisten in Pakistan mehr als 130 Menschen, allein mehr als 40 bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi in Shangla am Montag. Am spektakulärsten war der Überfall auf das schwer bewachte Hauptquartier der Armee in Rawalpindi. Die Serie von Anschlägen gilt als Antwort von pakistanischen Taliban und Al Kaida auf die Ankündigung einer neuen Großoffensive der Armee in der Grenzregion zu Afghanistan. Zudem haben die USA mit ferngesteuerten Raketen eine Reihe hochrangiger Kader von Taliban und Al Kaida in Pakistan getötet. In den vergangenen Monaten haben diese Drohnenangriffe deutlich zugenommen. Zur Zeit konzentrieren sich die Kämpfe auf Süd-Waziristan. In der Gegend südlich von Peschawar stehen etwa 28.000 Soldaten schätzungsweise 10.000 Taliban-Kämpfern gegenüber. Das halbautonome Stammesgebiet gilt als die Operationszentrale islamistischer Terroristen.