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Mehr als eine Milliarde Menschen hungern

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Mehr als eine Milliarde Menschen hungern

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Nach Schützungen der Welternährungsorganisation sind mehr als eine Milliarde Menschen unterernährt. Daran erinnerte die FAO anlässlich des heutigen Welternährungstages. Sie forderte alle Staaten dazu auf, den Hunger auf der Welt auch in finanziell schwierigen Zeiten zu bekämpfen. In diesem Jahr blickt die FAO vor allem auf die Folgen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise für arme Menschen. Mit 642 Millionen Menschen, die ständig unter Hunger leiden, sind Asien und der Pazifikraum stärker betroffen, als Afrika südlich der Sahara. Der Direktor der Welternährungsorganisation, Jaques Diouf, führte das vor allem auf mangelnde Investitionen in die Landwirtschaft in armen Ländern zurück. Im Jahr 1980 seien 17 Prozent der Entwicklungshilfe in die Landwirtschaft geflossen, heute seien es gerade noch 3,8 Prozent. Die größte Not herrsche in den afrikanischen Staaten Demokratische Republik Kongo, Burundi, Eritrea, Sierra Leone, Tschad und Äthiopien, teilte die Welthungerhilfe mit. Als Ursachen für Hunger nennt die Hilfsorganisation für Afrika Kriege, schlechte Regierungsführung und Aids. Trotz der schlechten Lage hätten es manche Länder aber geschafft, Notlagen einzudämmen, darunter Kuwait, Saudi-Arabien, Tunesien, Fidschi, Malaysia, Vietnam, Nicaragua, Mexiko und Brasilien.