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Mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger

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Mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger

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Die Weltwirtschaftskrise hat “verheerende” Folgen für den Hunger in der Welt. Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft stieg die Zahl der Hungerleidenden 2009 als Folge der Krise mehr als eine Milliarde. Das ist der höchste Wert seit 1970. Im Jahr 2000 hatten die Vereinten Nationen noch das Ziel formuliert, bis 2015 den Hunger zu halbieren. Die Direktorin des Welternährungsprogramms, Josette Sheeran, sagte, heute sei Welternährungstag, aber für jeden sechsten Menschen sei unklar, ob er an diesem Tag etwas zu essen habe. Sie nenne diesen Tag deshalb Nicht-Ernährungstag und fordere die Welt auf, sich an diejenigen zu erinnern, die nichts zu Essen hätten. Einer von sechs Menschen werde heute abend hungrig zu Bett gehen. Unter den für die Entwicklungsländer besonders verheerenden Faktoren der Wirtschaftskrise nennt der Bericht an erster Stelle, dass alle Länder rund um den Globus hart getroffen wurden. Da die armen Länder heute stärker in die Weltwirtschaft eingebunden seien als noch vor 20 Jahren, würden sie zudem von Schwankungen auf den internationalen Märkten unmittelbarer betroffen.