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Rechtspopulist Wilders erntet in London Proteste

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Rechtspopulist Wilders erntet in London Proteste

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Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat in London seine umstrittene Kritik am Islam erneuert und wütende Proteste ausgelöst.

Wilders war ohne Probleme eingereist, nachdem ihm die britische Regierung bei einem ersten Versuch im Februar die Einreise verweigert hatte. Nun hatte der Chef der rechten Partei für Freiheit (PVV) eine Klage gegen das Einreiseverbot gewonnen. Wilders: “Ich denke, dass das für Sie hier im Vereinigten Königreich heute ein Sieg ist. Es ist nicht so sehr ein Sieg für mich, ich bin nicht so wichtig, aber es ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit.” Wilders kam auf Einladung eines Mitgliedes des Oberhauses. Wie befürchtet erneuerte er seine anti-islamischen Sprüche. Wilders vergleicht schon mal den Koran mit Hitlers “Mein Kampf”. Ein Extremist oder Rassist sei er aber nicht. “Ich habe ein Problem mit der islamischen Ideologie, mit der islamischen Kultur,” sagte er, “ich bin überzeugt, je mehr Islam wir bekommen in unserer freien Gesellschaft, desto weniger wird die Freiheit.” Kein Wunder, dass die Populisten von der Gegenseite darauf ansprangen. Rund 40 Muslime versammelten sich vor dem Londoner Parlament und demonstrierten lautstark. Originellste Parole unter Nutzung des Rechts auf freie Meinungsäusserung: “Zur Hölle mit der Freiheit.”