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Demonstration gegen Stellenstreichungen bei Avtovaz

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Demonstration gegen Stellenstreichungen bei Avtovaz

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Hunderte Beschäftigte des angeschlagenen russischen Autobauers Avtovaz haben in der Wolga-Stadt Togliatti gegen die Streichung von mehreren Tausend Arbeitsplätzen protestiert. Die Gewerkschaft “Einheit” sprach von 1000 Demonstranten, die Polizei schätzte die Zahl auf 700. Die Demonstranten verabschiedeten eine Erklärung an Regierungschef Wladimir Putin, in der sie unter anderem der Rücktritt den Unternehmensleitung sowie eine Erhöhung des Monatslohns auf umgerechnet 570 Euro fordern. Sie befürchten die Streichung von bis zu 27.000 der insgesamt 100.000 Stellen bei Russlands größtem Autobauer. Die Beschäftigten fordern außerdem die Wiedereinführung der vollen Arbeitswoche zum 1. November 2009 und damit einen Monat früher als geplant. Derzeit herrscht bei Avtovaz Kurzarbeit. Der russische Absatzmarkt schrumpft in diesem Jahr von 2,9 auf 1,4 Millionen Autos, die Lada-Produktion ist im freien Fall. Der französische Avtovaz-Partner Renault will 240 Millionen Euro in das Werk investieren.