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Staatengemeinschaft will vermitteln

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Staatengemeinschaft will vermitteln

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Kurz vor Verkündung eines Wahlergebnisses in Afghanistan bemüht sich die Staatengemeinschaft um Vermittlung zwischen Präsident Hamid Karsai und seinem Kontrahenten Abdullah Abdullah. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner traf in Kabul mit Karsai zusammen. Nach Angaben des Außenministeriums will er den beiden Kontrahenten – so wörtlich – “eine Botschaft des Vertrauens überbringen” und sie an ihre Verantwortung erinnern. Das Wahlergebnis müsse unabhängig vom Ausgang von allen respektiert werden. Nach Berichten der von den Vereinten Nationen unterstützten Beschwerdekommission hat Karsai die absolute Mehrheit am 20. August nach Abzug der gefälschten Stimmen verfehlt. Damit wäre laut Verfassung eine Stichwahl zwischen ihm und Abdullah notwendig. Die Beschwerdekommission will der afghanischen Wahlkommission an diesem Samstag ihre Analyse mitteilen. Unterdessen gehen die Gefechte zwischen Kämpfern der Taliban und der internationalen Schutztruppe ISAF weiter. Nach afghanischen Angaben wurden am Freitag 25 Aufständische getötet. Bei einer Schießerei in der südostafghanischen Provinz Ghasni wurden eine Frau und ein Mädchen im Kreuzfeuer erschossen. Es sei unklar, wer die Zivilisten getötet habe, hieß es. Ein Augenzeuge berichtete, US-Soldaten hätten bei Hausdurchsuchungen Zivilisten geschlagen. Die Einwohner der Ortschaft Mangor protestierten daraufhin gegen die Anwesenheit der US-Truppen.