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Kommandeure der Revolutionsgarden getötet

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Kommandeure der Revolutionsgarden getötet

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Bei einem Selbstmordanschlag im Südosten des Irans sind mehrere Kommandeure der Revolutionsgarden getötet worden. Eine sunnitische Rebellengruppe bekannte sich zu dem Anschlag. Nach Angaben staatlicher iranischer Medien starben mindestens 29 Menschen; zahlreiche weitere seien verletzt worden, hieß es. Zu den Toten gehört der stellvertretende Kommandeur der Bodentruppen der Revolutionsgarden. In der Provinz Sistan-Balutschistan an der Grenze zu Afghanistan und Pakistan kämpfen sunnitische Rebellen gegen die Zentralregierung in Teheran. Die Gruppe, die sich nach Medienangaben zu dem Anschlag bekannte, nennt sich Dschundallah (Gottessoldaten); sie soll auch im Drogenhandel aktiv sein, der in dem Gebiet eine wichtige Rolle spielt. Für den Anschlag machte Parlamentspräsident Ali Laridschani die “globale Arroganz” mitverantwortlich, – ein Hinweis auf die USA und Großbritannien. Die Abgeordneten antworteten mit dem schon traditionellen Ruf: Tod für Amerika. Berichten zufolge wollten sich die getöteten Kommandeure mit örtlichen Stammesführern treffen, als sie angegriffen wurden. Die Revolutionsgarden oder Pasdaran wurden von Ajatollah Khomeini im Revolutionsjahr 1979 aufgestellt. Heute sind sie eine paramilitärische Organisation mit allen Waffengattungen. Sie haben eine wichtige Funktion im Kampf gegen politische Gegner.