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Vor zwanzig Jahren Honecker gestürzt

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Vor zwanzig Jahren Honecker gestürzt

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Vor genau zwanzig Jahren verlor Erich Honecker den Kampf um die Führungsposten der untergehenden Deutschen Demokratischen Republik. Angesichts der anschwellenden Massenproteste zwang ihn das Politbüro des ZK der SED zum Rücktritt. Lange Jahre hatte er den zweiten deutschen Staat geprägt, im engen Bündnis mit der Sowjetunion unter Leonid Breschnew. Außenpolitisch konnte er Erfolge verbuchen – vor allem in den Beziehungen zur Bundesrepublik im Westen: Bundeskanzler Helmut Schmidt kommt 1981 zu Besuch, und Honecker reist 1987 in die Bundesrepublik und wird von Kanzler Helmut Kohl empfangen, – ein Höhepunkt seiner politischen Laufbahn. Als er entmachtet wird, tritt Egon Krenz an seine Stelle – und verspricht eine “Wende”. Doch daran glaubt die Opposition im Lande nicht. Sie fühlt sich nach den großen Kundgebungen wie in Leipzig am 9.Oktober im Aufwind – und geht wieder auf die Straße: nun gegen Egon Krenz. Der tritt wenige Wochen später wieder zurück. Der Machtverfall der SED ging weiter: Drei Wochen nach Honeckers Entmachtung war die Berliner Mauer offen, und knapp ein Jahr danach gab es die DDR nicht mehr.