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Beratungen in Wien über iranisches Uran

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Beratungen in Wien über iranisches Uran

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Im Streit um das iranische Atomprogramm beraten heute Gesandte aus Teheran in Wien mit Vertretern der Internationalen Atomenergiebehörde sowie mit Experten aus Frankreich, Russland und den USA über den Transport iranischen Urans ins Ausland. Bei dem geplanten Tauschhandel würde der Iran sein angereichertes Uran zum großen Teil abliefern und erhielte im Gegenzug dringend benötigten Kernbrennstoff für seinen Forschungsreaktor.

Das Abkommen soll Vertrauen schaffen, um den Streit über die Urananreicherungsanlagen zu entschärfen. Als kürzlich eine neue Anlage bei Ghom bekannt wurde, nahm das Misstrauen im Westen weiter zu. Viele Länder der Welt fürchten seit langem, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung am Bau der Atombombe arbeitet. Die IEAO will am 25. Oktober mit Inspektionen der Anlage bei Ghom beginnen. In Wien soll heute über die technischen Details des Urantransports verhandelt werden. Die Gespräche können dem Vernehmen nach bis Mittwoch dauern.