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Vorerst keine weiteren US-Truppen nach Afghanistan

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Vorerst keine weiteren US-Truppen nach Afghanistan

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Die USA wollen zunächst keine weiteren Truppen nach Afghanistan entsenden. Grund dafür ist der Streit über den Ausgang der Präsidentenwahlen vor knapp zwei Monaten. US-Senator John Kerry, Vorsitzender des Senatsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, reiste am Wochenende nach Afghanistan. Er sprach sich gegen einen Truppenaufstockung aus: “Wie kann sich Präsident Barack Obama für eine Verstärkung der Truppen oder eine Ausweitung unserer Mission einsetzen, ohne das es eine zuverlässige Regierung vor Ort gibt oder wir eine Ahnung haben, wie eine zukünftige Regierung dort aussehen wird?”

Afghanistans Präsident Hamid Karsai wehrt sich nach Angaben aus diplomatischen Kreisen weiterhin gegen die Bekanntgabe eines Endergebnisses, das ihm keine absolute Mehrheit bescheinigt. Die USA brauchen aber verlässliche Partner. Rahm Emanuel, Stabschef des Weißen Hauses sagte: “Wenn wir das schaffen, was von den US-Truppen in General McCrystals Bericht erwartet wird; nämlich einen Rahmen zu erstellen, den die Afghanen ausfüllen sollen. Dann stellt sich die Frage: Haben wir einen verläßlichen Partner, der dann diese von US-Truppen geschaffenen Rahmenbedingungen füllt?” Sollte Karsai eine absolute Mehrheit verfehlt haben, wird es eine Stichwahl zwischen ihm und seinem wichtigsten Herausforderer, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, geben.