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Brasilien nach Gewaltausbruch um Image besorgt

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Brasilien nach Gewaltausbruch um Image besorgt

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Nach den Schießereien zwischen verfeindeten Drogenbanden und der Polizei in Armenvierteln von Rio de Janeiro ist die Zahl der Toten auf über zwanzig gestiegen. Die Brasilianischen Behörden fürchten nun um das Image des Landes, das im Jahre fünf Jahren die Fussballweltmeisterschaft ausrichten will, und zwei Jahre später die Olympischen Spiele.

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva verurteilte die Gewalt und erklärte, damit werde das Bild Brasiliens in der Welt besudelt. Mit Blick auf die Drogenbanden sagte er: “Wir werden tun, was nötig ist, um den Dreck zu beseitigen.” Der Präsident sicherte Mittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro zu, um die Polizei in der Millionenmetropole besser auszustatten. Außerdem erklärte er, der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro könne jederzeit die nationalen Sicherheitskräfte anfordern. Bei dem Gewaltausbruch am Wochenende hatten Gangster sogar eine Luftabwehrrakete eingesetzt – gegen einen Polizeihubschrauber, der in Flammen notlanden konnte und dann explodierte. Zwei der sechs Insassen kamen sofort ums Leben, ein weiterer Beamter erlag später seinen Verletzungen. Bei den Schießereien starben auch 15 mutmaßliche Bandenmitglieder und drei unbeteiligte Anwohner.