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Karsai will sich zu Wahl äußern

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Karsai will sich zu Wahl äußern

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Nach der umstrittenen Wahl in Afghanistan hat der amtierende Präsident Hamid Karsai offenbar seine Bereitschaft zu einer Stichwahl zwischen ihm und seinem Konkurrenten Abdullah Abdullah erklärt. Das verlautete aus westlichen Kreisen in Afghanistan.

Die von den Vereinten Nationen unterstützte Beschwerdekommission teilte mit, sie habe ihre Erkenntisse über massive Wahlfälschungen an die afghanische Wahlkommission übermittelt. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, sie sei hoffnungsvoll, dass man in den kommenden Tagen eine der afghanischen Verfassung entsprechende Lösung finden werde. Der ehemalige Außenminister Afghanistans Abdullah fordert seit Wochen eine Stichwahl. Medienberichten zufolge hat Karsai entgegen ursprünglicher Berichte wegen der Wahlfälschungen eine absolute Mehrheit verfehlt. Der Abschluss der Untersuchung der Beschwerdekommission ist Bedingung dafür, dass die afghanische Wahlkommission ein um die gefälschten Stimmen bereinigtes amtliches Endergebnis verkünden darf. Die afghanische Verfassung sieht vor, dass innerhalb von zwei Wochen eine Stichwahl stattfindnt, wenn keiner der Kandiadaten eine absolute Mehrheit erreicht. Eine Verzögerung würde bedeuten, dass in Teilen des Landes der bevorstehende Wintereinbruch und die schlechte Sicherheitslage eine Abstimmung unmöglich machen könnten.