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Noch immer 15.000 Menschen in L'Aquila obdachlos

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Noch immer 15.000 Menschen in L'Aquila obdachlos

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Sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben im italienischen L’Aquila sind immer noch 4000 Menschen obdachlos. Angesichts des bevorstehenden Winters und sinkender Temperaturen harren sie weiter in Zeltstädten aus – in Paganica sind es bereits jetzt manchmal unter Null Grad in der Nacht. Seit Ende September werden jede Woche 250 Wohnungen fertig. Bis Ende Dezember sollen auch die übrigen 15.000 Menschen, die noch obdachlos sind, Unterkunft finden. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat erst kürzlich das Erdbebengebiet besucht. Noch beim G8-Gipfel im Juni in Neapel hatte er angekündigt, dass bis Ende September niemand mehr in Zelten leben müssse. Doch dieses Versprechen konnte er nicht einhalten. Diejenigen, die Unterkunft in den neuen Wohnungen gefunden haben, zeigen sich indes zufrieden. Die Übrigen müssen warten. Bei dem Erdbeben am 6. April mit der Stärke 6,3 waren rund 300 Menschen ums Leben gekommen.