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Vorschlag im Atomstreit mit Iran

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Vorschlag im Atomstreit mit Iran

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Im Atomstreit mit dem Iran hat der Chef der Atomenergiebehörde el Baradei den Verhandlungspartnern einen Vorschlag unterbreitet. Der Iran habe sich Bardeis Worten nach bereiterklärt, den Vorschlag zu prüfen.

“Ich hoffe, die Menschen sehen die gesamten Zusammenhänge,” sagte el-Baradei. Diese Vereinbarung könne den Weg dafür freimachen, die Beziehungen zwischen dem Iran und der internationalen gemeinschaft komplett zu normalisieren. El-Baradeis Vorschlag ist dem Iran, Frankreich und Russland vorgelegt worden. Jetzt muss er bis Freitag in allen Ländern abgesegnet werden. Auch wenn el-Baradei sich nicht offiziell zum Inhalt äusserte heisst es aus diplomatischen Kreisen, der Iran soll schwach angereichertes Uran nach Russlan schicken, wo es bis dem für die zivile Nutzung erlaubten Level von knapp 20 Prozent angereichert wird. Danach geht es weiter nach Frankreich, wo das Brennstäbe hergestellt werden. Zurück im Iran soll das Uran dann in Forschungsreaktoren und medizinisch, etwa bei der Krebstherapie, genutzt werden. Frankreich forderte, dass der Iran mindestens 75 Prozent seines schon angereicherten Urans exportieren soll. Das entspricht 1200 Kilogramm. Damit hätte das islamische Regime nicht genügend Material, um eine Bombe herzustellen. Dafür werden 2000 Kilo von auf 90 Prozent angereicherten Urans benötigt. Der Iran hatte Frankreichs Forderungen in den Gesprächen zurückgewiesen und angekündigt, mit Russland Geschäfte abschliessen zu wollen. Jetzt hängt es an den Beteiligten, ob das Verhältnis zum Iran wie von el-Baradei gewünscht, komplett normalisiert werden kann.