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Keine Post in Großbritannien

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Keine Post in Großbritannien

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Die Beschäftigten der britischen Post sind am Donnrstagmorgen in einen 48 stündigen Ausstrand getreten. Der Streik richtet sich gegen die Rationalisierungspläne der “Royal Mail”. Die Gewerkschaften werfen Industrieminister Lord Mandelson vor, sich unter dem Vorwand der Modernisierung an den Gewerkschaften rächen zu wollen.

“Der eigentliche Grund ist die Tatsache, dass Lord Mandelson unter einer Decke steckt mit dem von der Regeirung ernannten Management. Sie wollen es uns heimzahlen, weil wir ihr Privatisierungsprojekt verhindert haben”, sagt Billy Wayes von der Gewerkschaft CWU. Die Regierung will 30 % der Royal Mail verkaufen, um das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Für die oppositionellen Konservativen hat die Aufgabe der Teilprivatisierung die Gewerkschaften ermuntert. “Mandelson sieht keinen Zusammenhang zwischem den Streik und der Schwäche, die er durch die Aufgabe der Teilprivatisierung gezeigt hat. Sehen Sie nicht, dass seither die Gewerkschaften militanter geworden sind?” fragte Oppositionsführer David Cameron im Unterhaus. “Wegen der Modernisierung sind 40000 Arbeitsplätze weggefallen”, betont Premierminister Gordon Brown. Und beklagt, dass die Royal Mail von den Konservativen zum politischen Spielball gemacht wird. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, entgegen staatlicher Abkommen Stellen abzubauen, um das Unternehmen für eine Teilprivatisierung fit zu machen. Während des Weihnachtsgeschäfts sollen weitere Streiks erfolgen.