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Opium-Handel in Afghanistan blüht

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Opium-Handel in Afghanistan blüht

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Eine so schöne wie gefährliche Blume ist der Schlafmohn. In Afghanistan ist er Grundlage für einen milliardenschweren Drogenmarkt. 92 Prozent des weltweit gehandelten Opiums und Heroins stammt von afghanischen Feldern. 15 Millionen Menschen sind von dem Stoff abhängig. Das geht aus einem Bericht der UN Agentur für Drogen und Kriminalität hervor, der am Mittwoch in Wien veröffentlicht wurde.

Das weitaus meiste Heroin und Opium, das in Afghanistan hergestellt wird, geht in die EU – 19 Prozent. 15 Prozent landen in Russland, weitere 15 Prozent im Iran. Jährlich werden in Afghanistan rund 5000 Tonnen Opium hergestellt, der Stoff, aus dem auch Heroin gemacht werden kann. Weltweit kommen rund 80 Prozent der afghanischen Drogen bei den Dealern und Süchtigen an. Allein in den NATO-Ländern sterben dem UN-Bericht zufolge jährlich 10 000 Menschen an Heroin. Der Kampf gegen die Droge – bislang ist er vergebens. Trotz aller Bemühungen besonders seitens der NATO – Truppen und der afghanischen Polizei. Nutzniesser dieses weltweiten Handels mit Opium und Heroin sind die radikal-islamischen Taliban. Laut der UN verdienen sie am weltweiten Drogenhandel so viel wie nie zuvor: zwischen 90 und 160 Millionen US-Dollar nehmen die Taliban pro Jahr ein.