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Nato unterstützt McChrystals Afghanistan-Strategie

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Nato unterstützt McChrystals Afghanistan-Strategie

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Die Nato unterstützt die neue Strategie des Generals McChrystal für Afghanistan. Diese besagt, Zivilisten vorranging zu schützen sowie verstärkt eine afghanische Armee aufzubauen und Polizisten auszubilden, die die Aufgaben der Nato zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen können.

Seinen Bericht legte der General beim Treffen der Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten in Bratislava vor. Für einen Rückzug der Nato-Streitkräfte aus Afghanistan sei es jetzt aber noch zu früh, so der Generalsekretär des Bündnisses. “Wir konnten uns nicht darauf einigen, die Führung abzugeben, die Bedingungen dafür bestehen noch nicht. Die afghanischen Sicherheitskräfte sind noch nicht stark genug. Aber ich will auch betonen: Wenn der Wechsel stattfindet, heißt das nicht, dass die Nato-Streitkräfte das Land verlassen werden”. Auf die Entsendung von mehr Soldaten nach Afghanistan konnten sich die Minister ebenfalls nicht einigen. Einige wollten mit dieser Entscheidung warten, bis die künftige Regierung dort feststehe. Rasmussen betonte unterdessen den Nutzen, in afghanische Kompetenz zu investieren: “Es kostet ungefähr 50 mal so viel, einen Nato-Soldaten in Afghanistan zu finanzieren, als ein afghanischer Soldat kostet”. Die Minister erwarten jedoch, dass Forderungen nach einer Truppenverstärkung spätestens beim nächsten Treffen der Verteidigungsminister im Dezember aufkommen könnten, wenn auch US-Präsident Barack Obama seine Entscheidung getroffen habe. Im Moment sind über 71.000 Soldaten der ISAF-Schutztruppe in Afghanistan stationiert.