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IAEA-Atomplan: Skepsis von Irans Politführung

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IAEA-Atomplan: Skepsis von Irans Politführung

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Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani hat Zweifel am Vorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zur Lösung des Atomstreits angemeldet. Der Westen könne versuchen, den Iran auszutricksen, indem er Brennstoff-Lieferungen für den Teheraner Versuchsreaktor anbiete, sagte der frühere Verhandler in Atomfragen.

Der Plan sieht vor, dass der Iran den größten Teil seines Urans in Russland weiter anreichern lässt, um fertige Brennelemente zurückzubekommen. Der Iran hatte eine Antwortfrist bis Freitag abend verstreichen lassen und für Mitte kommender Woche eine Entscheidung angekündigt. Das iranische Staatsfernsehen hat allerdings bereits von einem Platzen des Atom-Deals berichtet: Statt eigenes Uran zur kontrollierten Anreicherung ins Ausland zu schaffen, wolle die islamische Republik einfach hoch angereicherten Brennstoff neu kaufen. Wenige Tage vor “5 + 1” – Gesprächen hatte die islamische Republik im September den Bau einer Urananreicherungsanlage in Ghom bekanntgegeben – Experten unterstellen ausschließlich militärische Zwecke. Iran verfügt über sechs Reaktoren, zwei weitere Atomanlagen und zwei Uranminen. Die Weltgemeinschaft befürchtet, dass der Iran heimlich den Bau der Atombombe anstrebt. IAEA-Inspektoren sehen sich die umstrittene Atombaustelle in Ghom in den nächsten Tagen an Ort und Stelle an. Sollten die derzeitigen Verhandlungen scheitern, drohen dem Iran weitere Strafmaßnahmen.