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"Prinz-von-Asturien-Preise" feierlich verliehen

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"Prinz-von-Asturien-Preise" feierlich verliehen

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In Oviedo sind am Freitag zum 29. Male die “Prinz-von-Asturien-Preise” vergeben worden. Der spanische Thronfolger Prinz Felipe ist Schirmherr der Auszeichnung, die auch “spanischer Nobelpreis” genannt wird. Sie soll Kunst und Wissenschaft und dabei vor allem die Völkerverständigung über Grenzen hinweg befördern.

Dieses Anliegen betonte der diesjährige Preisträger in der Sparte Literatur, der albanische Schriftsteller Ismail Kadare, der an die Rolle der Literatur in der vor 20 Jahren zu Ende gegangenen “Eiszeit” verfeindeter Blöcke erinnerte. “In der Eiszeit, von der ich gerade sprach, als zwischen meinem Land und Spanien keinerlei Austausch stattfand, überquerte dennoch ein einsamer Ritter, so oft es ihm beliebte, unter Missachtung aller Gesetze der Welt, die unüberwindbare Grenze. Sie können sich denken, wen ich meine: Don Quijote”, sagte Kadare in seiner Dankesrede. Der Preis wird in acht Sparten vergeben. In der Sparte “Internationale Zusammenarbeit” wurde die Weltgesundheitsorganisation WHO geehrt. Den Preis für Kunst bekam der britische Stararchitekt Lord Foster. Er hat die gläserne Kuppel für den Reichstag in Berlin entworfen. Martin Cooper und Raymond Tomlinson aus den USA wurden für die Erfindung von Handy und e-mail geehrt. Den Preis für Völkerverständigung bekam – wie konnte es anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls anders sein – die Stadt Berlin. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Preisträger erhalten auch eine vom spanischen Künstler Miro geschaffene Skulptur.