Eilmeldung

Eilmeldung

Reaktionen im Irak: Bomben stören politischen Prozess

Sie lesen gerade:

Reaktionen im Irak: Bomben stören politischen Prozess

Schriftgrösse Aa Aa

Kurz nach der Explosion hat sich Ministerpräsident Nuri el Maliki zu dem Anschlagsort am Gouverneurssitz begeben. Er sprach mit Hilfskräften und Sicherheitsbeamten, verzichtete aber zunächst auf eine offizielle Stellungnahme.

Auch wenn es nicht so scheint: Während Malikis Amtszeit hat sich die Sicherheitslage im Irak erheblich verbessert. Beobachter und Politiker vermuten deshalb, mit den jüngsten Anschlägen solle vor allem Maliki diskreditiert werden. “Diese Regierungsgebäude fielen eins nach dem anderen in sich zusammen. Es ist ein ausgeklügelter Plan, der auf den politischen Prozess abzielt”. Wegen bevorstehender Wahlen hatten Behörden schon seit einiger Zeit vor einer möglichen Zunahme von terroristischen Anschlägen gewarnt. Die Bürger fühlen sich jedoch allein gelassen. “Eine Autobombe explodiert neben Zivilisten. Niemand weiß, wie sie hieher gekommen ist. Wo ist die Regierung? Wo sind die Sicherheitskräfte und Sicherheitsvorkehrungen?” Die Parlamentswahlen sollen am 16. Januar stattfinden. Davor muss sich das Parlament jedoch noch auf ein neues Wahlgesetz einigen.