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Bagdad: Trauer nach Blutbad

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Bagdad: Trauer nach Blutbad

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Nach dem Blutbad vom Sonntag im Regierungsviertel von Bagdad haben Hilfskräfte noch mehr Leichen in den Trümmern gefunden. Die Zahl der Todesopfer stieg nach den verheerenden Selbstmordanschlägen auf über 150. Nach Augenzeugenberichten und Angaben der Sicherheitskräfte sind rund 650 Menschen verletzt worden. Die beiden Attentäter hatten ihre Autobomben vor dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates gezündet. Zu dem mörderischsten Anschlag seit Jahren hat sich bisher noch niemand bekannt.

Hunderte Iraker haben am Montag ihre Angehörigen und Freunde zu Grabe getragen. Trauer und Wut sind groß. Ein Anwohner sagt: “Drei Menschen mußten sterben. Ein Mann, seine Frau und der Bruder. Das ist das Ergebnis, wenn Politiker um Macht und Einfluss kämpfen. Die armen Menschen werden zu Opfern.” Große Teile der Bevölkerung glauben, dass die Anschläge innenpolitisch motiviert sind, denn im nächsten Jahr wird eine neue Regierung gewählt.