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Uruguay muss in zweite Präsidenten-Wahlrunde

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Uruguay muss in zweite Präsidenten-Wahlrunde

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Der frühere Guerilla-Kämpfer José Mujica hat nach ersten Hochrechnungen bei der Präsidentenwahl in Uruguay mit Abstand die meisten Stimmen erzielt. Er muss aber in eine Stichwahl. Der 74-jährige Kandidat des regierenden Links-Bündnisses (Frente Amplio FA, Breite Front) kam ersten Hochrechnungen zufolge auf etwa 48 Prozent der Stimmen – für einen Sieg gleich in der ersten Runde hätte er die absolute Mehrheit gebraucht.

“Wir haben jetzt dreissig Tage vor uns – Tage des Kampfes, aber nicht des Hasses. Wichtige Tage des Kampfes zwischen Landsleuten”, sagte der frühere Tupamaro-Untergrundkämpfer. In der Stichwahl am 29. November trifft Mujica auf den konservativen Ex-Präsidenten Luis Alberto Lacalle. Der Kandidat der Nationalen Partei regierte Uruguay fünf Jahre lang bis Mitte der 90er Jahre. Er landete abgeschlagen bei rund 30 Prozent. Zünglein an der Waage werden bei der Stichwahl die etwa 17 Prozent Wählerstimmen des ebenfalls konservativen Pedro Bordaberry. Zwei parallel abgehaltene Referenden scheiterten offenbar. Zum einen sollte eine Amnestie für Menschenrechtsverbrechen von Militärs und Polizisten vor und während der Militärdiktatur (1973-1985) aufgehoben werden. Zweites Anliegen war das Briefwahlrecht für Auslands-Uruguayer.