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Bewährungsstrafe für Mitterandsohn

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Bewährungsstrafe für Mitterandsohn

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In Frankreich ist der Korruptionsprozess um Waffenverkäufe in das Bürgerkriegsland Angola mit Haft- und Geldstrafen für prominente Politiker zu Ende gegangen. Frankreichs ehemaliger Innenminister Charles Pasqua wurde zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

“ Ich denke in der Affäre um die Waffenverkäufe herrscht jetzt Klarheit. Der Präsident der Republik verkauft noch immer Waffen nach Angola, gedeckt durch den Ministerpräsident. Viele Minister -außer mir – wissen gar nichts darüber, sind nicht kompetent. Für den Augenblick ist die Sache aber klar.” Der Waffenhändler Pierre Falcone muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Er beruft sich auf diplomatische Immunität und hofft deshalb nicht hinter Gitter zu müssen. Jean-Christophe Mitterand, Sohn des früheren französischen Präsidenten wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt und muß 375.000 Euro Strafe zahlen. “ Das war eine juristische Hexenjagd gegen uns.” Mitterand war einer von 42 Angeklagten in dem Prozess. In den 90er Jahren arbeitete er als Afrikaberater im Elyseepalast und brachte Angolas Regierung mit dem Waffenhändler Falcone zusammen. Dafür erhielt er 1,7 Millionen Euro. Trotzt eines UN-Waffenebargos lieferte Falcone Panzer, Hubschrauber, Kriegsschiffe, Waffen in das Land. Für mehr als 500 Millionen Euro.