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Schweiz will strengere Gesetze gegen Sterbehilfe

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Schweiz will strengere Gesetze gegen Sterbehilfe

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Die Schweizer Regierung will in den kommenden Monaten über ein mögliches Verbot von Sterbehilfe-Organisationen beraten. Als zweite Option prüft der Bundesrat in Bern, deren Aktivitäten zu reglementieren. Dabei geht es vor allem um Organisationen, die ihre Dienste auch für Ausländer anbieten, die nicht in der Schweiz leben. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf sagte, die liberale Gesetzgebung in der Schweiz habe zu Entwicklungen geführt, die so nicht gewollt gewesen seien. Man strebe kein totales Verbot an, aber man wolle diese liberale Gesetzgebung einschränken, die Schweiz dürfe kein Ziel für Todestouristen werden. In der Schweiz bieten vor allem die Organisationen Dignitas und Exit Sterbehilfe an. Beide kritisierten das Projekt der Regierung. Der Bundesrat warf ihnen vor, sie überschritten mehr und mehr den gesetzlichen Rahmen. Organisierte Hilfe beim Selbstmord dürfe keine profitorientierte Tätigkeit werden. Nach Auffassung des Bundesrates sollen Einzelpersonen das Recht behalten, anderen beim Selbstmord zu helfen.