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Staatengemeinschaft wartet auf Teherans Antwort

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Staatengemeinschaft wartet auf Teherans Antwort

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Im Atomstreit mit dem Iran wartet die Staatengemeinschaft gespannt auf eine Antwort Teherans zu dem internationalen Kompromissvorschlag. Diese gab Präsident Mahmud Ahmadinedschad noch nicht. Er erklärte lediglich, der Iran sei zur Zusammenarbeit bereit, doch müssten auch die ausländischen Partner ihre Verpflichtungen erfüllen. Der Kompromissvorschlag sieht eine kontrollierte Anreicherung eines Großteils des iranischen Urans im Ausland vor.

Unterdessen ist eine Expertengruppe der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA aus Teheran nach Wien zurückgekehrt. Es war ein guter Besuch, erklärte Delegationsleiter Herman Nackaerts. Jetzt müssten die Ergebnisse analysiert werden. Die Experten hatten eine zweite im Bau befindliche Anlage zur Urananreicherung bei Ghom inspiziert. Die Existenz der Anlage ist erst seit kurzem bekannt. Sollte Teheran sich mit der IAEA einigen, könnte ein Großteil der iranischen Uran-Bestände in Russland angereichert und in Frankreich zu Brennstäben weiterverarbeitet werden. Diese wären dann für den Betrieb in einem medizinischen Forschungsreaktor einsetzbar.