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EU uneins über Finanzierung des Klimaschutzes

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EU uneins über Finanzierung des Klimaschutzes

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Am ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel zeigte sich deutlich die Kluft zwischen neuen und alten Mitgliedsstaaten: Neun osteuropäische Länder fordern feste finanzielle Zusagen, dass sie mit weniger Geld für den weltweiten Klimaschutz aufkommen müssen und pochen auf ihren wirtschaftlichen Aufholbedarf.

Der ungarische Ministerpräsident Gordon Bajnai bekräftigte: “Wir neun Länder sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass der gegenwärtige Vorschlag des Ratsvorsitzes nicht akzeptabel ist hinsichtlich der Lastenverteilung bei Europas Vorhaben für die Klimakonferenz.” Vor der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen sucht die EU einen Kompromiss zu einer Finanzstrategie, mit der die Dritte Welt beim Klimaschutz unterstützt werden soll. Kommissionschef Jose Manuel Barroso redete den Mitgliedsstaaten ins Gewissen: “Es ist extrem wichtig, dass die Europäische Union ihre führende Rolle beim Klimaschutz auch weiter behält.” Die westlichen Mitgliedsstaaten, insbesondere Deutschland, Frankreich und Italien, wollen mit konkreten Finanzangeboten bis zur Konferenz im Dezember warten. Nun hoffen die Teilnehmer, am zweiten Tag des Gipfels an diesem Freitag auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.