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Gedenktag für Stalin-Opfer

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Gedenktag für Stalin-Opfer

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In Moskau haben Angehörige der Opfer der Stalin-Zeit gedacht. Der Diktator ist noch immer Mittelpunkt einer lebhaften Debatte in Russland: Für viele ist er der starke Führer, der die Sowjetunion als Supermacht etablierte. Andere betrachten ihn als einen grausamen Tyrannen, der Millionen Menschen in den Tod schickte.

Menschenrechtsorganisationen beklagen eine Stalin-Renaissance, die von einigen Politikern durchaus gewollt sei. Präsident Medwedew äußerte sich in seinem Videoblog kritisch: “Wir hören in letzter Zeit öfters, dass man die Opfer rechtfertigen könnte, durch ein übergeordnetes Ziel. Aber ich bin überzeugt, dass weder die Entwicklung eines Landes, noch sein Erfolg auf menschlichem Leid und Verlusten beruhen können. Es gibt nichts wertvolleres als das Leben eines Menschen. Unterdrückung kann nicht entschuldigt werden.” Trotz seiner zahlreichen Verbrechen bleibt Josef Stalin eine der beliebstesten historischen Figuren Russlands. Während seiner Regierungszeit von 1924 bis 1953 errichtete er eine totalitäre Diktatur. Im Rahmen politischer „Säuberungen“ ließ er Gegner verhaften, in Schauprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten. Millionen Sowjetbürger wurden in Gulag-Strafarbeitslager deportiert.