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Frankreichs Altpräsident vor Gericht

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Frankreichs Altpräsident vor Gericht

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Der französische Ex-Präsident Jacques Chirac muss wegen einer Veruntreuungs-Affäre aus den 90er Jahren nun doch vor Gericht.

Das entschied die zuständige Untersuchungsrichterin Xavière Siméoni in Paris. Sie widersprach damit der Staatsanwaltschaft, die die Einstellung des Verfahrens gefordert hatte. Dem 76-Jährigen Chirac wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Bürgermeister von Paris Parteifunktionäre aus der Rathauskasse finanziert zu haben. Zufällig befragte Franzosen äußerten sich dazu wie folgt: “Ich verstehe nicht, wie man Jemand mit 30 Jahren Verspätung vor Gericht bringen kann.” “Es gibt wichtigere Dinge. Vielleicht nicht für Ihn,- aber für uns” “Logisch sollte er für Fehler bestraft werden, wie jeder Andere auch” “Es gibt keinen Grund, weshalb ein Ex-Präsident anders behandelt werden sollte, als Andere. Wenn er unschuldig ist, wird man ihn sowieso gehen lassen.” Im Fall einer Verurteilung drohen Chirac bis zu zehn Jahre Haft und 150 000 Euro Strafe. Es ist das erste Mal, dass sich ein französischer Ex-Präsident vor Gericht verantworten soll. Die Staatsanwaltschaft kann gegen die Entscheidung der Richterin jedoch in Berufung gehen.