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Moskau fürchtet neuen Gaskonflikt

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Moskau fürchtet neuen Gaskonflikt

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Der Kreml zeigt sich besorgt, dass es erneut zu einem Gas-Streit mit der Ukraine kommen könnte.

Das könnte weniger mit der Tasache zu tun haben, dass der Winter irgenwann wieder vor der Tür steht, als vielmehr mit der politischen Großwetterlage. Im Januar finden nämlich Präsidentschaftswahlen in der Ukraine statt. Es gäbe Anzeichen dafür, dass Russland wegen ausstehender Zahlungen für Energie-Lieferungen Schwierigkeiten bekommen könnte, so der russische Ministerpräsident Wladimir Putin in Moskau. Der Internationale Währungsfonds habe bereits zweimal die Wirtschaftspolitik der Ukraine kritisiert. Putin fügte hinzu, er wisse von der ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko, dass Präsident Viktor Jutschenko die Zusammenarbeit zwischen der Zentralbank in Kiew und der Regierung behindere. Von der ukrainischen Zentralbank hieß es wenig später, sie verfüge über die notwenigen Reserven, um russische Gasrechnungen zu begleichen. Im vergangenen Winter zog der Gasstreit mehrere EU-Länder in Mitleidenschaft – tagelang blieb das Gas aus.