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Abdullah zieht sich von Stichwahl zurück


Afghanistan

Abdullah zieht sich von Stichwahl zurück

Der afghanische Präsidentschaftskandidat Abdullah Abdullah hat seine Drohung wahrgemacht und sich von der Stichwahl zurückgezogen. Der ehemalige Außenminister begründete seine Entscheidung damit, dass eine transparante Abstimmung nicht möglich sei. In Kabul trat er vor die Journalisten und erklärte: Herr Karsai solle sich nun allein darum kümmern. Er bleibe im Land und verschließe keine Türen. Aber er halte an seinen Prinzipien, die er zu Beginn des Wahlkampfes aufgestellt habe, fest.

Amtsinhaber Hamid Karsai hält jedoch am zweiten Durchgang am kommenden Samstag fest. Möglicherweise muss das Oberste Gericht über das weitere Verfahren entscheiden. Karzais Sprecher ließ verlauten: Man werde jede Entscheidung, die die verfassungsrechtlichen Institutionen treffen, akzeptieren. Die Wahlkommission IEC habe die Vollmacht, über die Stichwahl zu entscheiden, und ihre Entscheidung werde respektiert. Abdullah waren bei der Stichwahl wenig Chancen eingeräumt worden. Er hatte beim ersten Wahlgang auch nach Bereinigung um gefälschte Stimmen fast zwanzig Prozentpunkte hinter Karsai gelegen.

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