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El Baradei drängt Iran zu Kompromiss

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El Baradei drängt Iran zu Kompromiss

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Nach der ausbleibenden Antwort Irans im Atomstreit hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el Baradei, Teheran zu einer Annahme seines Kompromissvorschlags gedrängt. Zugleich warnte er den Westen davor, vorschnell militärische Gewalt anzuwenden.

Es gehe um den Aufbau von Vertrauen, so el Baradei in New York, diese könne nur durch Dialog entstehen. Er bat den Iran, schnellstmöglich auf das Angebot der USA, Russlands und Frankreichs zu reagieren. Irans Außenminister Manucher Mottaki sagte in Kuala Lumpur, eine technische Kommission solle den Vorschlag prüfen. Der iranische Unterhändler in Wien forderte eine weitere Verhandlungsrunde. Deutschland und Frankreich warnten den Iran vor einer Verzögerungstaktik. Der IAEA-Vorschlag sieht vor, drei Viertel des niedrig angereicherten iranischen Urans zur weiteren Anreicherung nach Russland zu schicken. In Frankreich sollen dann daraus Brennstäbe werden. Iran verlangt jedoch Garantien und erwägt, Brennstoff für einen medizinischen Reaktor kaufen, bevor es eigenes Uran außer Landes schafft. Während der Westen den Iran verdächtigt, nach der Atombombe zu streben, beharrt Teheran auf der friedlichen Nutzung der Kernernergie.