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Umweltschützer machen in Barcelona Druck

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Umweltschützer machen in Barcelona Druck

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“Rettet das Klima!” – die Aufforderung der Umweltschützer von Greenpeace auf den Baukränen der Kirche Sagrada Familia in Barcelona richtet sich an die Teilnehmer des Klima-Treffens in der katalanischen Metropole. Dort findet zur Zeit die letzte Vorkonferenz der Vereinten Nationen für das Gipfeltreffen in Kopenhagen statt. “Die USA ist der historisch größte Umweltverschmutzer der Welt und hat in diesen Verhandlungen eine große Verantwortung. Die Gesetze, die auf der Konferenz vorbereitet werden, eignen sich nicht dafür, einen Klimawandel einzuleiten”, so ein Greenpeace-Vertreter. “Der US-Präsident sollte sich persönlich einschalten.”

Doch nicht nur Umwelt-Organisationen, auch Entwicklungs- und Schwellenländer gaben vor allem der Regierung in Washington die Schuld an den stockenden Verhandlungen. Im Dezember soll in Kopenhagen eine Nachfolge-Vereinbarung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zur Minderung von Treibhausgasen getroffen werden. “Kopenhaben ist nur ein Schritt auf einem Weg”, erinnert UN-Klimachef Yvo de Boer. “Selbst wenn Kopenhagen ein 200-prozentiger Erfolg wird, gehen die Verhandlungen danach weiter.” Bis Freitag wollen rund 4.000 Teilnehmer und Regierungsvertreter in Barcelona die Entwürfe für eine Vereinbarung in Kopenhagen vorbereiten. Beobachtern zufolge sind die Aussichten auf einen Durchbruch zur Zeit aber gering.