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US-Bank CIT pleite - grösste Insolvenz seit Lehman

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US-Bank CIT pleite - grösste Insolvenz seit Lehman

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Die amerikanische Mittelstandsbank CIT ist pleite. Es ist der fünftgrößte Firmenzusammenbruch in der US-Geschichte – und der größte einer Bank seit Lehman Brothers.

Die über 100 Jahre alte Bank hat einen Antrag auf ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts gestellt. Dieses Verfahren bietet Unternehmen vor allem Schutz vor den Gläubigern und erlaubt die Weiterführung. Nach eigenen Angaben hat CIT 44 Milliarden Euro Verbindlichkeiten und Vermögen im Wert von 48 Milliarden Euro. Nach langem Zögern hatte Großaktionär Carl Icahn das Insolvenzverfahren möglich gemacht. Der als Unternehmensplünderer berüchtigte US-Investor hatte die Bank ursprünglich liquidieren wollen und nun knapp 700 Millionen Euro an zusätzlichen Krediten bereitgestellt. Auch die US-Bank Goldman Sachs sagte eine Kreditlinie über 1,35 Milliarden Euro zu. Kritiker werfen CIT vor, allzu leichtfertig Darlehen an Studenten vergeben und die Risiken im Hypothekenmarkt unterschätzt zu haben. Über eine geregelte Insolvenz könnte CIT die Schuldenlast erheblich reduzieren – die Gläubiger müssen womöglich auf 30 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Für die Rückzahlung der bislang von der US-Regierung gewährten 1,5 Milliarden Euro Steuergelder sieht es auch nicht gut aus.