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Karadzic-Prozess vertagt

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Karadzic-Prozess vertagt

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Wegen des anhaltenden Boykotts des Völkermord-Prozesses gegen Radovan Karadzic durch den Angeklagten ist das Verfahren für mehrere Tage unterbrochen worden. Karadzic erschien für eine Anhörung zum Verfahren zum ersten Mal seit der Eröffnung des Völkermord-Prozesses vor einer Woche vor dem Tribunal in Den Haag. Dabei bestritt er, den Prozess behindern zu wollen.

Die Staatsanwaltschaft forderte, den Prozess wie geplant fortzusetzen. Richter O-Gon Kwon erklärte, in dieser Woche müsse geklärt werden, ob sich Karadzic weiter selbst verteidigen dürfe – oder ob ein Pflichtverteidiger die Fortführung des Prozesses auch ohne den Angeklagten garantieren solle. Dem frühere Präsident der bosnischen Serbenrepublik wird unter anderem Völkermord vorgeworfen. So soll er für das Massaker 1995 in Srebrenica verantwortlich sein.